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Tosh Maurer

Von anfänglich einfachen Schriftspiralen, die mit Tusche ausgefüllt wurden, hat Tosh Maurer sich zu freien Schwüngen entwickelt. Mit speziellen, aus Blech und Holzstäbchen gefertigten Tintenfedern kann er sehr breite Striche und Abstufungen bis zur dünnen Linie ziehen. Damit erfindet er in Spiralformen oder sich überlagernden Schriftzügen angeordnete Wortfolgen mit biomorphen oder scharfkantig abgegrenzten Buchstaben. Inzwischen sind farbige Tinten hinzugekommen, die tonale Binnenverläufe aufweisen. Trotz frühen Erfahrungen mit Wasserfarben bedarf seine Technik mit Tinten geduldiger Arbeit während der Trocknungszeit, um schöne Verläufe zu erzielen. Neben Spiralen bieten hinkelsteinförmige oder andere Flächenvorgaben eine stützende Rahmung für die Anlage der Buchstaben, die sich Worten aus bestimmten Themenkomplexen zuwenden. Für Auftragsarbeiten wird der Schriftstil den Begriffen und Sätzen angepasst, die von ihm aus einer Textquelle ausgesucht werden. Er arbeitet mit verschiedenen auch selbstgeschöpften Papieren, verschiedenen Tinten, Federstärken und wendet ein großes Repertoire an Schriften an. Diese kombiniert er mit Zeitungsausschnitten oder alten Buchseiten, die sich zu mehrschichtigen Collagen steigern. 

Tosh Maurer hat über den spielerischen Umgang  mit Schriftzeichen und Worten seinen künstlerischen Ausdruck gefunden.