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Gertrud Grotenklas

Ihre zeichnerische Begabung und handwerkliches Geschick führten schon 2009 zur Auswahl für die Kunstwerkstatt. Inzwischen ist sie zu offenen Gewebestrukturen zurückgekehrt. Bei einer Projektwoche im Zinkhütter Hof wurde ihr Interesse am plastischen Arbeiten geweckt. Hierbei entdeckte sie Draht als haptisches Ausdrucksmaterial. Die anfangs mit Zangen und dann mit wachsendem Geschick von Hand verknüpften Drähte bilden ein schotenartiges Drahtgebilde aus einem meist achtteiligen Grundgerippe, das zeilenweise in den Zwischenräumen verbunden wird. Häufig fügt sie vor dem endgültigen Verschließen ein Stück Maulbeerrinde in die Mitte ein. Assoziationen an Herzen oder Kinder geben diesem bergenden Schutzraum etwas Sanftes und Inniges. Eine oder mehrere dieser individuellen und kaum mehr verformbaren Kokons mit Innenleben werden durch die Einbindung in bemalte offene Kästen zu plastischen Körpern von eigener Poesie.

Gertrud Grotenklas arbeitet seit 40 Jahren in den Werkstätten der Lebenshilfe und seit 2009 in der Kunstwerkstatt.
Werkstattheldin Gertrud Grotenklas