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Carolin Rinker

Carolin Rinker macht viele Studien von Körpern und Körperteilen weiblicher Figuren. Zeichnungen von Gesichtern, Büsten und konturbetonten Akten bilden die Basis für ein freies Arrangement dieser Kernbestandteile auf ihren Arbeiten. Der Hintergrund wird mit Flächen und Linienmustern collagierend gefüllt. Das Besondere ist, dass sie ihre Zeichnungen in gestickte Linien umsetzt, die auf kleinen Stoffstücken sitzen. Deren Größe bestimmt die Füllmenge mit stets vollständigen, freistehenden Figuren oder Körperteilen. Die bestickten Stoffe näht sie auf einer Leinwand fest. Ergänzt werden diese Elemente dort durch eine Vielzahl von Stickmustern. Diese sind neben Bordüren sorgfältig ineinander gearbeitete Kreise oder flächenübergreifende Spiralen. Eine Fülle von Strickmustervorlagen nutzt sie für ihre Entscheidungen und setzt sie geschickt um. Einen besonderen Charakter bekommen ihre in Fadenstruktur umgesetzten zeichnerischen Arbeiten durch freie Fadenführung und ungleichmäßige Stickrhythmen, die zu frei hängenden und beweglich schwingenden Fadenlineaturen führen.

In Carolin Rinkers Zeichnungen, kleinen Werkstücken und Leinwänden dominieren helle, fast fahle Farben, mit denen sie den Charakter der Haut darstellt.